Außenstützen Sport- und Veranstaltungszentrum, Hungerbachweg 1, Landsberg am Lech
Die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen beziehen sich ausschließlich auf die Außenstützen (Stahlbetonfertigteile) des Sport- und Veranstaltungszentrums in Landsberg am Lech. Der Bodenbelag im Stützenbereich besteht aus einer Kiesauffüllung und dem daran anschließendem Gehweg mit durchlässigen Pflasterbelag. Die Außenstützen aus Stahlbeton tragen die Lasten in die unter der durchlässigen Kiesauffüllung befindlichen Stahlbetonfundamente ab. Weder die Außenstützen noch die Stahlbetonfundamente weisen einen wirksamen Oberflächenschutz auf. Die Außenstützen haben einen achteckigen Querschnitt mit einem Hohlraum im Stützenquerschnitt in dem ein Regenrohr untergebracht ist. Der Zugang zu dem Hohlraum ist durch eine abschraubbare Verblendung verschlossen. Offensichtlich wurden für die „Eisfreiheit“ der Gehwege diese im Winter mit Tausalz gestreut. Viele Stützenfüße im Bereich der unteren Ebene wiesen Ausblühungen, Risse und teilweise Abplatzungen auf.
Zur Instandsetzung der Stützenfüße wurde im ersten Schritt der chloridhaltige Beton bis hinter die Bewehrung gemäß dem Verfahren 7.2 „Ersatz von chloridhaltigem Beton“ der TR IH mittels Hochdruckwasserstrahlen (kurz: HDWS) abgetragen. Gemäß Angaben des Statikers konnte beim Betonabtrag in 4 Pilgerschritten auf den Einbau von Hilfsstützen verzichtet werden.
Durch den Einsatz der Hochdruckwasserstrahl-Technik wurde die freigelegte Bewehrung nicht beschädigt und die anhaftenden Chloride abgewaschen. Die angrenzenden Fassadenflächen, welche hauptsächlich aus Glasflächen bestehen, mussten sorgfältig vor Beschädigung geschützt werden. Nach der Reprofilierung mit schwindarmem Vergussbeton (C35/45, Größtkorn 8 mm) wurden die Stützensockel (bis Höhe 50 cm über GOK) und die Fundamentoberseiten durch das Applizieren einer mechanisch widerstandfähigen, rissüberbrückenden Beschichtung des Typs OS10/14 vor einem erneuten Chlorideintrag geschützt.
Vor dem Verfüllen der Baugrube wurde zum Schutz der Beschichtung vor Eindrücken durch die großen Steine eine Bautenschutzmatte aufgelegt. Nach Abschluss der Steinverfüllung wurde diese auf wenige cm über der Verfüllung abgeschnitten.




