Tiefgarage Grimmstr. 1, Ingolstadt

Projektdetails Tiefgarage Grimmstr. 1, Ingolstadt

Die im Jahre 2012 erbaute kleine Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses verfügt über lediglich 8 Stellplätze und eine Gesamtfläche von ca. 330 m2. Bei dem Betonboden der TG handelt es sich um eine WU-Bodenplatte (maximaler Wasserdruck ca. 1,0 m über Unterkante Bodenplatte), welche somit statisch relevant ist. Planmäßig sollten die Parkflächen ein Gefälle von 1,5 % aufweisen und das eingeschleppte Wasser in der mittig eingebauten Schöpfgrube aufgefangen werden. Im Zuge der Begehung stellte sich insbesondere bei zwei Park-Plätzen (P-Nr. 18 und 20) heraus, dass die Oberflächen in Bereichen gefällelos bzw. mit einem Gegengefälle hin zu den Wänden ausgeführt wurde. 

An den aufgehenden Bauteilen und am Boden war kein wirksames Oberflächenschutzsystem vorhanden. Die Betonüberdeckung am Boden war unter Berücksichtigung des heute erforderlichen Oberflächenschutzes ausreichend (cmin ≥ 40 mm). Die am Boden und den Sockeln ermittelten Cl-Gehalte des Betons lagen mit Werten zwischen minimal 0,09 (= Eigenchloridgehalt des Betons) und maximal 0,51 M.-% bez. a. Z. (größter Einzelwert) noch nicht im kritischen korrosionsauslösenden Bereich.

Ziel der Instandsetzungsmaßnahmen war die Abdichtung der Fuge zwischen der Rampe und der Aufkantung der Bodenplatte mit Acrylatgel, da hier nach Starkregenereignissen Wasser eindrang. Weiterhin sollte durch eine Verbesserung des Wasserabflusses in die Schöpfgrube sowie die Applizierung von geeigneten Oberflächenschutzsystemen auf die unterschiedlichen Stahlbetonbauteile die Dauerhaftigkeit der Bauteile gewährleistet werden.

Bei der Instandsetzung der Tiefgarage wurden zusammenfassend folgende, wesentliche Maßnahmen durchgeführt:

  • Abdichtung der Dehnfuge zwischen Rampe und Aufkantung der Bodenplatte mittels Injektion von Acrylatgel
  • Untergrundvorbereitung der Boden- und Sockelflächen (Kugelstrahlen bzw. Schweifen)
  • Einfräsen einer 20 mm tiefen Verdunstungsrinne mit Anschluss an die Schöpfgrube unter Einhaltung der Mindestbetonüberdeckung von 40 mm
  • Gefälleausgleich bei zwei Parkplätzen mit EP Mörtel
  • OS 14 rissüberbrückende Beschichtung (vliesarmiertes PMMA) im Bereich der Verdunstungsrinne und vollflächig auf der Rampe
  • OS 11b rissüberbrückende Beschichtung auf der Bodenfläche der Tiefgarage
  • Sockelschutz bei Stützen und Wänden (EP Dreieckskehlen und OS 5b Beschichtung)
  • OS 2 Oberflächenschutz oberhalb der Sockel und Deckenflächen
  • Markierungsarbeiten am Boden und Nummerierungen an Wandflächen

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